Fonds Sexueller Missbrauch

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Für den Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich gilt, dass Betroffene sexuellen Missbrauchs im Kindes- oder Jugendalter weiterhin Anträge auf Hilfeleistungen aus dem Ergänzenden Hilfesystem an die Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch richten können.

 

Anträge, die den institutionellen Bereich des Ergänzenden Hilfesystems betreffen, können derzeit bis zum 31.08.2016 gestellt werden. Der Bund stellt auch über den 31.08.2016 die für den Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich geschaffenen Strukturen aus Verwaltung und Clearingstelle für die institutionellen Vereinbarungspartner zur Verfügung. Darüber hinaus stellt der Bund im Rahmen seiner Arbeitgeberverantwortung sicher, dass Betroffene, die in Institutionen des Bundes sexuellen Kindesmissbrauchs erlebt haben, auch weiterhin Anträge an das EHS stellen können. Mit der Verlängerung soll die Brückenfunktion, die das Ergänzende Hilfesystem hat, bis zur Reform des Sozialen Entschädigungsrechts weiter aufrechterhalten bleiben. Staatssekretär Dr. Kleindiek hat sich mit allen Vereinbarungspartnern in Verbindung gesetzt und für eine Fortführung des EHS im institutionellen Bereich geworben. „Ich begrüße es sehr, dass neben dem Bund bereits von den kirchlichen Trägern und dem Deutschen Kinderschutzbund Bundesverband e.V. die Bereitschaft signalisiert wurde, das EHS auch über den 31.08.2016 hinaus zu verlängern“, so Kleindiek. Weitere Institutionen prüfen derzeit, ob auch sie sich über den 31.08.2016 hinaus am EHS beteiligen werden.

 

Die Auszahlungsdauer der Fondsmittel wurde um zwei Jahre verlängert. Die Auszahlung der Fondsmittel ist somit derzeit bis Ende 2019 möglich. Damit eine rechtzeitige Auszahlung erfolgen kann, sollten Rechnungen für bewilligte Leistungen bis zum 01.12.2019 bei der Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch eingereicht werden.

Sexueller Missbrauch

Viele Betroffene sexuellen Missbrauchs haben Anfang des Jahres 2010 ihr Schweigen gebrochen und berichteten über Erlebnisse sexualisierter Gewalt, die sie in ihrer Kindheit oder Jugend durch Väter und Mütter, Familienmitglieder, Trainer und Trainerinnen, Lehrkräfte, Priester sowie andere Personen, denen sie anvertraut waren und zu denen sie in einem Abhängigkeitsverhältnis standen, erleiden mussten.

Dem Mut dieser Betroffenen ist es zu verdanken, dass die Tabuisierung des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger nun endlich beendet wurde. mehr

Fonds Sexueller Missbrauch

Im Abschlussbericht des Runden Tisches „Sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ (RT KM) wurde die Errichtung eines Ergänzenden Hilfesystems für Betroffene sexuellen Missbrauchs in allen Bereichen gefordert. Der Bund kam dieser Forderung in seinem Zuständigkeitsbereich nach und stellte für den familiären Bereich 50 Millionen EUR bereit. Daher gibt es seit dem 01. Mai 2013 den „Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich“. mehr

Kontakt

Auskünfte zu den Regelungen des Fonds und zum Ergänzenden Hilfesystem sowie Informationen zu Beratungsangeboten erhalten Sie unter folgender kostenloser anonymisierter* Telefonnummer oder über das Kontaktformular:

* Ihre Telefonnummer wird nicht übermittelt.

Sprechzeiten

Montags: 9:00 Uhr - 14:00 Uhr

Dienstags: 15:00 Uhr - 20:00 Uhr

Mittwochs: 9:00 Uhr - 14:00 Uhr

Donnerstags: 15:00 Uhr - 20:00 Uhr

Freitags: 9:00 Uhr - 14:00 Uhr

Jedoch nicht an Feiertagen und am 24. und 31. Dezember

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