Fonds Sexueller Missbrauch

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Welcher Fonds ist für mich zuständig, wenn ich als Kind im Heim sexuell missbraucht wurde?

Neben dem Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) bestanden die Fonds „Heimerziehung West“ und „Heimerziehung in der DDR“ (folgend FHE). Diese richten sich an Personen, die als Kinder und Jugendliche in einer vollstationären Einrichtung zum Zwecke der öffentlichen Erziehung bzw. in einem Heim der Jugendhilfe oder in einem Dauerheim für Säuglinge und Kleinkinder untergebracht waren und denen dort Leid und Unrecht zugefügt wurde (u.a. sexueller Missbrauch), an deren Folgen sie heute noch leiden.

Die FHE und der FSM können nicht nebeneinander oder nacheinander in Anspruch genommen werden. Leistungen können nur aus einem der Fonds erbracht werden, weil beide Fonds als freiwillige Leistung der jeweiligen Errichter aufgelegt wurden mit dem Ziel, noch heute bestehende Folgeschäden zu mindern. Einen Ausgleich für damalige Schäden können diese Fonds jedoch nicht leisten. Dies entspricht den Empfehlungen der Runden Tisches zur Aufarbeitung der Heimerziehung sowie des sexuellen Kindesmissbrauchs.

Anträge von Betroffenen, die sexueller Gewalt ausschließlich in einem Heim ausgesetzt waren und diesem Heim durch staatliche Stellen zugeführt wurden (beispielsweise durch Jugendamt, Vormundschaftsgericht oder als strafrechtliche Sanktion im Rahmen der Jugendgerichtsbarkeit), können daher leider nicht bearbeitet werden.

Betroffenen sowohl von sexuellem Missbrauch im familiären Bereich als auch von während der Heimerziehung erlittenem Leid und Unrecht stand es bis zur Schließung der FHE West und DDR frei, an welchen der Fonds Sie sich wenden (FSM oder FHE).

Die Möglichkeit des Erhalts von Hilfeleistungen aus dem FSM hängt somit davon ab, ob Betroffene bereits eine Vereinbarung mit dem FHE West oder Ost geschlossen haben. Wenn dies der Fall ist, ist eine zusätzliche Antragstellung an den FSM nicht möglich.

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Kontakt

Wenn Sie

  • Fragen zum Thema sexueller Missbrauch haben,
  • allgemeine Auskünfte zur Antragstellung beim Ergänzenden Hilfesystem wünschen,
  • Informationen zu Beratungsangeboten benötigen oder
  • eine Rückmeldung zu Ihren Erfahrungen mit der Antragsstellung beim Ergänzenden Hilfesystem geben möchten,

wählen Sie bitte die kostenlose Telefonnummer 0800 400 10 50.

Die Beraterinnen und Berater von Hilfetelefon Sexueller Missbrauch  (www.beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfetelefon) sind erfahrene Fachleute aus den Bereichen Psychologie und Pädagogik und verfügen über jahrelange Erfahrung in der Unterstützung von Menschen mit sexuellen Gewalterfahrungen.

  • 0800 400 10 50

Sprechzeiten

Montags: 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Dienstags: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Mittwochs: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Donnerstags: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Freitags: 9:00 Uhr - 14:00 Uhr

 

Außerdem können Sie sich auch bei der Anlaufstelle für Betroffene von organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt berta (www.nina-info.de/berta)  beraten lassen. Ihr Anruf ist auch hier kostenlos und anonym. Die Telefonnummer ist die 0800 305 07 50

 

Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrem Antrag haben, wählen Sie bitte die Telefonnummer 030 18555-1988.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch beraten Sie gerne.

  • 030 18555-1988

Sprechzeiten

Di: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mi: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Do: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Jedoch nicht an Feiertagen und am 24. und 31. Dezember