Fonds Sexueller Missbrauch

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Welcher Fonds ist für mich zuständig, wenn ich als Kind im Heim sexuell missbraucht wurde?

Betroffene, die in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975 als Kinder oder Jugendliche in Säuglings-, Kinder- und Jugendheimen zum Zweck der öffentlichen Erziehung untergebracht waren und denen in dieser Zeit Leid und Unrecht widerfahren ist, konnten sich an den „Fonds Heimerziehung West“ (FHE West) wenden. Die Anmeldefrist für den FHE West ist am 31.12.2014 abgelaufen. 

Betroffene, die in der DDR in den Jahren 1949 bis 1990 als Kinder und Jugendliche in Heimen zum Zweck der öffentlichen Erziehung untergebracht waren und denen in dieser Zeit Leid und Unrecht widerfahren ist, konnten sich an den „Fonds Heimerziehung in der DDR“ (FHE Ost) wenden. Die Anmeldefrist ist am 30.09.2014 abgelaufen. 

Anträge von Betroffenen, die sexueller Gewalt ausschließlich in einem Heim ausgesetzt waren und diesem Heim durch staatliche Stellen zugeführt wurden (beispielsweise durch Jugendamt, Vormundschaftsgericht oder als strafrechtliche Sanktion im Rahmen der Jugendgerichtsbarkeit), können daher leider nicht bearbeitet werden. 

Betroffenen, die im familiären Bereich sexuell missbraucht worden sind und denen Unrecht in einem Heim zugefügt worden ist, stand es ursprünglich frei, an welchen der Fonds sie sich wenden (FSM oder FHE West /DDR). Betroffene können nach Ablauf der Anmeldefristen der FHE West/DDR Anträge beim Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich (FSM) stellen, sofern sie keine Leistungen aus dem FHE West/Ost erhalten haben bzw. sich für diesen angemeldet haben. Leistungen können nur aus einem der Fonds erbracht werden, weil sowohl die FHE West/Ost als auch der FSM als freiwillige Leistung der jeweiligen Errichter aufgelegt wurden mit dem Ziel, noch heute bestehende Folgeschäden durch Misshandlungen beziehungsweise Missbrauch im System Heimerziehung oder durch den Missbrauch im familiären Umfeld zu beseitigen oder wenigstens zu mindern. Einen Ausgleich für damalige Schäden können diese Fonds jedoch nicht leisten. Zudem gewähren alle drei Fonds Leistungen in niedrigschwelligen Systemen. Hochschwellige und damit auch langwierige Glaubhaftmachungen durch den oder die Betroffenen oder Ursachenforschung sollen gerade nicht betrieben werden. Auch sollen Leid und Unrecht nicht miteinander verglichen werden. Dies entspricht den Empfehlungen des Runden Tisches zur Aufarbeitung der Heimerziehung sowie des sexuellen Kindesmissbrauchs.

 

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Kontakt

Wenn Sie Fragen zum Thema sexueller Missbrauch haben, allgemeine Auskünfte zur Antragstellung beim Ergänzenden Hilfesystem wünschen oder Informationen zu Beratungsangeboten und Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Psychotherapeutin bzw. einem geeigneten Psychotherapeuten benötigen, wählen Sie bitte die kostenlose Telefonnummer
0800 400 10 50.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von N.I.N.A. e.V. - Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen - sind erfahrene Fachleute aus den Bereichen Psychologie und Sozialpädagogik.

  • 0800 400 10 50

Sprechzeiten

Mo: 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Di: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Mi: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Do: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Fr: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Jedoch nicht an Feiertagen und am 24. und 31. Dezember

 

Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrem Antrag haben, wählen Sie bitte die Telefonnummer 030 18555-1988.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch beraten Sie gerne.

  • 030 18555-1988

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Jedoch nicht an Feiertagen und am 24. und 31. Dezember