Fonds Sexueller Missbrauch

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Welche Leistungen bietet der Fonds Sexueller Missbrauch für Betroffene mit erhöhtem Leistungsbedarf aufgrund von Behinderung?

Der Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich ermöglicht verschiedene Leistungen, die die Leistungen des gesetzlichen und sozialrechtlichen Systems ergänzen. Für diese sogenannten "Sachleistungen" stehen pro Person maximal 10.000 € zur Verfügung. Da der Leistungsbedarf von Menschen mit Behinderung erhöht sein kann, können im Einzelfall Mehraufwendungen geltend gemacht werden. Es handelt sich dabei um zusätzliche Kosten, die notwendig und angemessen sind, damit Menschen mit Behinderung die Hilfeleistungen auch tatsächlich in Anspruch nehmen können (z. B. Assistenzleistungen, erhöhte Mobilitätskosten). Diese Mehraufwendungen können bis zu einer Höhe von 5.000 € geltend gemacht werden. Ein Zusammenhang zwischen der Behinderung und dem sexuellen Missbrauch muss dabei nicht vorliegen.

Eine automatische Anhebung des Sachleistungsbetrages auf 15.000 € pro Person bei Vorliegen einer Behinderung entspricht nicht den Vorgaben der Leitlinien. In jedem Fall wird individuell beraten, ob ein zusätzlicher Mehrbedarf von bis zu 5.000 € bewilligt werden kann. Betroffene können bereits in ihrem Antrag den erhöhten Mehrbedarf schildern und eine Kopie des Schwerbehindertenausweises beifügen. Auch in Fällen von behinderungsbedingten Mehraufwendungen gilt, dass die Leistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch nachrangig gegenüber dem bestehenden Netz sozialrechtlicher Versorgungssysteme sind. Voraussetzung ist demnach, dass Betroffene die Mehraufwendung bei den zuständigen Leistungsträgern beantragt haben und ein Ablehnungsbescheid vorliegt.

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Kontakt

Wenn Sie

  • Fragen zum Thema sexueller Missbrauch haben,
  • allgemeine Auskünfte zur Antragstellung beim Ergänzenden Hilfesystem wünschen,
  • Informationen zu Beratungsangeboten benötigen oder
  • eine Rückmeldung zu Ihren Erfahrungen mit der Antragsstellung beim Ergänzenden Hilfesystem geben möchten,

wählen Sie bitte die kostenlose Telefonnummer 0800 400 10 50.

Die Beraterinnen und Berater von Hilfetelefon Sexueller Missbrauch  (www.beauftragter-missbrauch.de/hilfe/hilfetelefon) sind erfahrene Fachleute aus den Bereichen Psychologie und Pädagogik und verfügen über jahrelange Erfahrung in der Unterstützung von Menschen mit sexuellen Gewalterfahrungen.

  • 0800 400 10 50

Sprechzeiten

Montags: 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Dienstags: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Mittwochs: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Donnerstags: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Freitags: 9:00 Uhr - 14:00 Uhr

 

Außerdem können Sie sich auch bei der Anlaufstelle für Betroffene von organisierter sexualisierter und ritueller Gewalt berta (www.nina-info.de/berta)  beraten lassen. Ihr Anruf ist auch hier kostenlos und anonym. Die Telefonnummer ist die 0800 305 07 50

 

Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrem Antrag haben, wählen Sie bitte die Telefonnummer 030 18555-1988.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch beraten Sie gerne.

  • 030 18555-1988

Sprechzeiten

Di: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mi: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Do: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Jedoch nicht an Feiertagen und am 24. und 31. Dezember