Fonds Sexueller Missbrauch

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Gibt es einen Unterschied zwischen den Leistungsbenachrichtigungen, die Betroffene im familiären Bereich und Betroffene im institutionellen Bereich erhalten?

Ja. Im familiären Bereich erlässt die Geschäftsstelle eigenständig Bescheide, sogenannte Verwaltungsakte, über entscheidungsreife Anträge. Anträge die besondere Fragestellungen in der Sach- oder Rechtslage aufweisen, werden einem unabhängigen Gremium der Clearingstelle zur Beratung vorgelegt. Anschließend entscheidet die Geschäftsstelle dann auf Empfehlung der Clearingstelle über diese Anträge. Gegen die Bescheide können antragsstellende Personen Rechtsmittel einlegen. Da die Gelder für die Betroffenen durch den Bund als Zweckvermögen bereitgestellt werden und die Geschäftsstelle des Fonds beim Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (einer obersten Bundesbehörde) angesiedelt ist, kann aufgrund gesetzlicher Bestimmungen kein Widerspruch gegen einen Bescheid der Geschäftsstelle eingelegt werden. Als Rechtsmittel gegen den Bescheid ist Klage beim Verwaltungsgericht Berlin einzureichen. Entsprechende Informationen erhalten antragsstellende Personen mit dem Bescheid. Im familiären Bereich werden die Kosten für die Hilfen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch (FSM) finanziert.

Im institutionellen Bereich bietet die Geschäftsstelle lediglich die Organisationsstruktur; die Institutionen kommen selbst für die Kosten der Hilfen auf. So werden Anträge, die den institutionellen Bereich betreffen, grundsätzlich einem unabhängigen Gremium der Clearingstelle zur Beratung vorgelegt. Anschließend entscheidet die jeweilige Institution auf Basis der Empfehlung der Clearingstelle, ob sie die Empfehlung umsetzt oder nicht. Die Empfehlung der Clearingstelle ist für die Institution nicht verbindlich. Das bedeutet, dass die Institution in ihrer Entscheidung auch von der Empfehlung abweichen kann. In diesem Fall kann sich die antragsstellende Person nur an die Institution direkt wenden, nicht an Bund bzw. die Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch, da nur die Institution über die beantragten Hilfen entscheidet.

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Kontakt

Wenn Sie

  • Fragen zum Thema sexueller Missbrauch haben,
  • allgemeine Auskünfte zur Antragstellung beim Ergänzenden Hilfesystem wünschen,
  • Informationen zu Beratungsangeboten benötigen oder
  • eine Rückmeldung zu Ihren Erfahrungen mit der Antragsstellung beim Ergänzenden Hilfesystem geben möchten,

wählen Sie bitte die kostenlose Telefonnummer 0800 400 10 50.

Die Beraterinnen und Berater von N.I.N.A. e.V. (www.nina-info.de) sind erfahrene Fachleute aus den Bereichen Psychologie und Pädagogik und verfügen über jahrelange Erfahrung in der Unterstützung von Menschen mit sexuellen Gewalterfahrungen.

  • 0800 400 10 50

Sprechzeiten

Montags: 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Dienstags: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Mittwochs: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Donnerstags: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Freitags: 9:00 Uhr - 14:00 Uhr

 

Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrem Antrag haben, wählen Sie bitte die Telefonnummer 030 18555-1988.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch beraten Sie gerne.

  • 030 18555-1988

Sprechzeiten

Di: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Mi: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Do: 09.00 Uhr bis 15.00 Uhr

Jedoch nicht an Feiertagen und am 24. und 31. Dezember