Quelle:  http://fonds-missbrauch.de/?25

Veröffentlichung der neuen Antragsformulare

Ab sofort gibt es zwei unterschiedliche vollständig überarbeitete Antragsformulare. Bei der Erstellung wurden die Anregungen von Betroffenen, Expertinnen und Experten sowie die der  Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch aufgenommen und umgesetzt.


Betroffene, die im familiären Umfeld sexuell missbraucht wurden, nutzen für die Antragstellung den Antrag auf Hilfeleistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich. Betroffene, die sexuellen Missbrauch im institutionellen Umfeld erlitten haben, nutzen für die Antragstellung den Antrag auf Hilfeleistungen aus dem Ergänzenden Hilfesystem für den institutionellen Bereich. Personen, die von sexuellem Missbrauch im familiären Umfeld und in einer Institution betroffen sind, können sich aussuchen, welches der beiden Antragsformulare sie für die Antragstellung nutzen möchten. Um ihre Mehrfachbetroffenheit im Antrag darzulegen, können sie die Freifelder (u. a. „Raum für weitere Erklärungen“) nutzen.


Mit den neuen Antragsformularen sollen die Antragstellerinnen und Antragsteller eindeutig und transparent über die Hilfeleistungen und das Antragsverfahren informiert werden. Bei den bewilligungsfähigen Leistungen wird genau aufgeführt, welche Unterlagen dem Antrag beigefügt werden sollten. Aus den Antragsformularen geht auch klar hervor, welche Hilfeleistungen nicht gewährt werden können (u. a. Entschädigungszahlungen, reine Geldleistungen, Anwalts- und Gerichtskosten sowie bereits abgeschlossene Leistungen).


Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Antragstellerinnen und Antragsteller umfangreich zu informieren und sie dabei zu unterstützen, alle erforderlichen Unterlagen einzureichen. Zeitintensive und für Antragstellende belastende Nachfragen zu der Art der Betroffenheit und den gewünschten Leistungen sollen reduziert werden. Auch der Ablehnung von Leistungen, die nie aus dem Ergänzenden Hilfesystem gewährt werden können, soll vorgegriffen werden. Somit soll auch die Bearbeitungsdauer der Anträge insgesamt reduziert werden.

© Fonds Sexueller Missbrauch