Quelle:  http://fonds-missbrauch.de/?109

Werden zum Antragstellungszeitpunkt minderjährige Antragsteller/ Antragstellerin bei der Bearbeitung vorgezogen?

Ja. Zum Zeitpunkt der Antragstellung minderjährige Antragsteller/ Antragstellerinnen genießen einen besonderen Schutz und werden bei der Bearbeitung vorgezogen. Anträge von Minderjährigen sind damit die einzige Ausnahme von der chronologischen Bearbeitung der Anträge. D.h. geht ein Antrag eines/r minderjährigen Antragstellers/ Antragstellerin in der Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch im familiären Bereich ein, wird dieser schnellstmöglich der Clearingstelle in der nächstmöglichen Sitzung zur Beratung vorgelegt. Das Ergebnis der Beratung wird dann von der Geschäftsstelle ausgefertigt.

 

Grundsätzlich werden die in der Geschäftsstelle des Fonds Sexueller Missbrauch eingehenden Anträge in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet und in dieser Reihenfolge auch der Clearingstelle vorgelegt. Die Clearingstelle ist ein unabhängiges Sachverständigengremium, das über die Anträge berät. Jedes Clearingstellen-Gremium besteht aus vier Mitgliedern - einer Person, die selbst Betroffene sexuellen Missbrauchs ist, einer Psychotherapeutin bzw. einem Psychotherapeuten, einer Ärztin bzw. einem Arzt sowie einer Juristin bzw. einem Juristen. Jede Clearingstelle tagt in der Regel einmal im Monat.  Die Ergebnisse dieser Beratung werden von der Geschäftsstelle des Fonds in Form von Bescheiden bzw. Nachfragen umgesetzt und den Antragsteller/innen zugesendet. Diese Vorgehensweise ist gemeinsam mit Betroffenenvertretern entwickelt worden.

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