Fonds Sexueller Missbrauch

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Was ist der „familiäre Bereich“?

Der familiäre Bereich umfasst sexuellen Missbrauch unter der Voraussetzung eines Abhängigkeits- und Machtverhältnisses. Unter den familiären Bereich fallen Taten, die begangen wurden durch:

  • Personen, die rechtlich zur Verwandtschaft gezählt werden (§ 1589 des Bürgerlichen Gesetzbuchs BGB);
  • Personen, mit denen die oder der Betroffene in familienähnlichen Gemeinschaften (zum Beispiel Wohngemeinschaften) gelebt hat;
  • Personen, mit denen ein Elternteil der oder des Betroffenen verheiratet war oder in einer (Lebens-)Partnerschaft lebte;
  • Personen, mit denen eine Verwandte oder ein Verwandter der oder des Betroffenen verheiratet war oder in einer (Lebens-)Partnerschaft lebte;
  • die Freundin oder den Freund der Eltern oder anderer Familienmitglieder der Betroffenen oder des Betroffenen;
  • im Haushalt Beschäftigte (zum Beispiel Hausangestellte, Au-pair, Leih-Oma oder Leih-Opa, Babysitterin oder Babysitter, Gärtnerin oder Gärtner, private Musiklehrerin oder privater Musiklehrer);
  • enge Freundinnen und Freunde der Eltern beziehungsweise der Familie der Betroffenen oder des Betroffenen, die den informellen Status eines Familienmitglieds haben;
  • Dritte unter Beteiligung von Familienangehörigen – zum Beispiel bei rituellem oder sektenähnlichem Missbrauch, Missbrauch durch Minderjährige, entgeltliche oder unentgeltliche Vermittlung des oder der Betroffenen an Dritte zum Zwecke des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen;
  • minderjährige Personen aus dem persönlichen Lebensumfeld der oder des Betroffenen (Angehörige der sogenannten Peer-Gruppe), wie Freunde und Spielkameraden des oder der Betroffenen, Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft, Kinder von Freunden und Bekannten der dem familiären Bereich zugehörigen Personen, sofern sich die Missbrauchshandlungen im familiären Zusammenhang ereigneten;
  • dem sozialen Nahbereich der Familie der oder des Betroffenen zugehörige Personen, sofern sich diese Zugehörigkeit nach verständiger Würdigung sämtlicher von der oder dem Betroffenen gemachten Angaben im Antrag und den beigefügten Anlagen ergibt.


Entscheidend ist die Situation zum Zeitpunkt der Tat beziehungsweise der Taten. Allgemeine Voraussetzung für die Annahme eines Missbrauchs im familiären Bereich ist, dass der Bezugsrahmen der Handlungen, zum Beispiel hinsichtlich des Handlungsortes, als familiär eingeordnet werden kann.

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Kontakt

Wenn Sie Fragen zum Thema sexueller Missbrauch haben, allgemeine Auskünfte zur Antragstellung beim Ergänzenden Hilfesystem wünschen oder Informationen zu Beratungsangeboten und Hilfe bei der Suche nach einer geeigneten Psychotherapeutin bzw. einem geeigneten Psychotherapeuten benötigen, wählen Sie bitte die kostenlose Telefonnummer
0800 400 10 50.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von N.I.N.A. e.V. - Nationale Infoline, Netzwerk und Anlaufstelle zu sexueller Gewalt an Mädchen und Jungen - sind erfahrene Fachleute aus den Bereichen Psychologie und Sozialpädagogik.

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Sprechzeiten

Mo: 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Di: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Mi: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Do: 15.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Fr: 09.00 Uhr bis 14.00 Uhr

Jedoch nicht an Feiertagen und am 24. und 31. Dezember

 

Wenn Sie konkrete Fragen zu Ihrem Antrag haben, wählen Sie bitte die Telefonnummer 030 18555-1988.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle Fonds Sexueller Missbrauch beraten Sie gerne.

  • 030 18555-1988

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