Quelle:  http://fonds-missbrauch.de/?79

Ist es für Antragstellende zwingend notwendig, auch einen Antrag auf Opferentschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) zu stellen?

Nein. Der OEG-Antrag ist keine zwingende Voraussetzung für den Antrag auf Leistungen aus dem Fonds Sexueller Missbrauch. Voraussetzung ist, dass zunächst Ansprüche im Rahmen vorrangiger Systeme geltend gemacht werden, zu denen unter anderem das Opferentschädigungsgesetz (OEG) zählt. Die Voraussetzungen des OEG-Verfahrens stellen teilweise unüberwindbare Hürden für die Betroffenen dar. Zudem decken sich die Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) nicht in jedem Fall mit den Leistungen des Fonds. Die Clearingstelle entscheidet deswegen fallweise, ob gegebenenfalls ein entsprechender Antrag nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) Vorrang hat.

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