Quelle:  http://fonds-missbrauch.de/?25
10.12.2013

Katholische und Evangelische Kirche beteiligen sich am Ergänzenden Hilfesystem- erste Verhandlungen im institutionellen Bereich erfolgreich abgeschlossen

Am 06. Dezember 2013 unterzeichneten die Katholische und die Evangelische Kirche als erste Institutionen die "Vereinbarung zur Umsetzung der Empfehlungen des Runden Tisches Sexueller Kindesmissbrauch zum ergänzenden Hilfesystem" für Betroffene sexuellen Missbrauchs im institutionellen Bereich mit dem Bund. Das bedeutet, dass Anträge von Betroffenen, die in einer Einrichtung der katholischen beziehungsweise evangelischen Kirche sexuellen Missbrauch erlitten haben, nunmehr einer Clearingstelle vorgelegt werden können, die eine Empfehlung für zu erbringende Leistungen abgibt – die Entscheidung zur Leistungsgewährung wird durch die jeweilige Institution getroffen. Der Bund stellt für den institutionellen Bereich lediglich eine Unterstützungsstruktur zur Verfügung. Mehr Informationen über die Antragsbearbeitung im institutionellen Bereich sind demnächst auf dieser Webseite nachzulesen. Für die Antragsstellung im institutionellen Bereich kann das Antragsformular der Webseite (unter Antragsstellung) verwendet werden.
 
Der Bund hatte im Mai dieses Jahres das Ergänzende Hilfesystem für Betroffene von sexuellem Kindesmissbrauch in Familien eingerichtet und die Vereinbarung seither gemeinsam mit den beiden Kirchen erarbeitet.

Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 06.12.2013

© Fonds Sexueller Missbrauch